die Großen & Dicken 1

Sie beeindrucken einfach

ok, die Masse der Tiere gehört nicht in diese Rubrik. Die Masse sind eher die Herden der Antilopen. Wobei, so eine Elenantilope…., 

Egal, für die Mehrzahl der Antilopen haben wir hier in Europa schon einen Vergleich. Ein Hirsch, ein Reh, ja das sind schon die Dimensionen vieler Antilopen. Ein Wildschein als Vergleich zu den Warzenschweinen: ja sicher, das geht.

Aber dann gibt es halt noch die Kategorie von Dingern, da haben wir im Kopf keine Entsprechung. Wenn du denen draußen begegnest, macht es im Kopf erst mal: Wumm, was ist denn das ?!

Größe, Masse, Höhe flößen Ehrfurcht ein. Und mit denen sozusagen auf Du und Du, nein das kennen wir nicht. Sie beeindrucken einfach, die Großen & Dicken!Gro

 


Elefantensuche im Etosha Nationalpark 2015

Ein normaler Tourist geht ja davon aus, dass Elefanten groß sind und es kein Problem sein sollte, sie sehen zu können. Ist ja ganz anders als so ne Katze, die sich einfach ins Gras unter einen Busch legt und unsichtbar ist. 

Aber auch Elefanten können ganz einfach verschwinden. So groß sind die Büsche zwar nicht, aber 3 m rein und auch ein Elefant ist unsichtbar geworden. Wir fahren also im Etosha Park rum und suchen Elefanten. Wir sehen…Elefantenköddel, Elefantenköddel, Elefantenköddel. Leider immer nur die Hinterlassenschaften aber nie die dazugehörenden Dicken. Das gibt es doch nicht, denken wir. Wir kommen im Halali Camp unter. Laut Reiseführer uninteressant. Wir finden das gar nicht. Zum einen hat es ein ganz tolles Schwimmbad mit einer 50 m Bahn (oder waren es doch nur 25?). Egal, Frau kann dort richtig schwimmen . 

Zum anderen ein Wasserloch, welches ein wenig wie ein Amphitheater gestaltet ist. Man sitzt oberhalb des Loches und kann warten was da Durst hat.  Aber schön gesichert mit Elektrozaun, dass ja nichts passiert. Das machen wir vor dem Abendessen. Und siehe da, irgendwann ein Elefant, noch einer, noch einer. Schön im Elefantenmarsch, einer hinter dem anderen. Am Schluss ist eine ganze Elefantenfamilie versammelt, die anfängt zu trinken und zu plantschen. Zu schön. Mitgebracht haben sie außerdem als Begleitschutz noch ein Nashorn, welches am Rand steht und sich nicht so richtig traut zu trinken.

Die Elefanten haben eindeutig das Sagen.  Wir können uns kaum satt sehen.  Spätabends ist dann nur noch das Nashorn da und vergnügt sich mit einem Baumstamm. So richtig wissen wir nicht, ob es sich nur seinen Hintern schubbert weil der juckt oder doch vielleicht andere Gründe hat. Irgendwann ist richtig Nacht, wir haben das Wasserloch für uns und es gibt sich doch glatt noch eine Löwin die Ehre. Schön…Am nächsten Morgen nochmal kurz raus an Wasserloch. Und wieder ist die Elefantenfamilie zu Gange. Dieses mal trinkt sie fast den ganzen Tümpel leer. Die Leitung verläuft über unsere Sitze und es fängt schon an zu gurgeln. Außerdem sieht man den gesunkenen Wasserspiegel deutlich. 

Der Elefant im Kruger Park 2011, dem ich im Weg stand

Unsere erste Safari machten wir mit einem Ford Fiesta im Kruger Park in Südafrika. Wir waren schon ein, zwei Tage unterwegs und wussten, dass es dort auch sehr viele Elefanten gibt. Irgendwann sahen wir links in einem Flusstal wieder mal eine Herde. Ich bin gefahren, links an die Straße und wir haben die Elefanten bestaunt. 

Ich habe nicht realisiert, das ich auf dem Weg stand, auf dem die Elefanten von rechts zum Rest der Herde laufen. Es kommt ein Elefant von rechts, wir filmen ihn beide. Bis der Elefant Anstalten macht, direkt auf unser Auto zu zu laufen. Ich lasse die Kamera fallen, Hubert filmt weiter. Der Elefant fängt an zu drohen, schüttelt den Kopf und streckt den Rüssel in die Höhe. Ich lasse den Motor an und fahre rückwärts. Hubert hat die ganze Zeit weiter gefilmt. Der Elefant ist dann zufrieden und geht seines Weges aber ich bin wirklich erschrocken. Ich wollte dem ja nicht im Weg rumstehen und ihn ärgern…

Auch Leoparden stehen im Weg rum…

Aber nicht nur wir, sondern auch ein Leopard war an anderer Stelle Elefanten im Weg. Dieser war allerdings schlauer, er hat sofort die Flucht ergriffen, als die Elefantenfamilie seinen Weg kreuzte. Für uns hatte das den Vorteil, dass sein Fluchtweg genau vor unserem Auto entlang verlief. Der ist also direkt aus dem Gebüsch vor unserem Auto auf die andere Seite gelaufen. Das glaubt einem wahrscheinlich auch niemand. Soviel zum Thema, wann und wie man die sehr scheuen Leoparden am besten beobachten kann.

die Großen & Dicken 6
die Großen & Dicken 7
die Großen & Dicken 8

Naxi Pan 2015

2015 war das zweite Mal, dass wir uns tiefer in die Wildnis Botswanas getraut haben. Nach dem Matopi Trail (das ist eine extra Geschichte) sind wir in den Naxi Park gefahren. Schon die Anfahrt war spannend, weil 20 km Tiefsandpiste mit Gegenverkehr. Im Park haben wir dann im South Camp übernachtet und vor dort aus Ausflüge unternommen. Am zweiten Tag fahren wir wohlgemut in der Annahme los, dass alle Pisten, die nicht befahrbar sind, entsprechend gekennzeichnet sind. Das war bisher immer so, auch wenn der ein oder andere Grenzstein schon mal umgeworfen wurde. Wir fahren also eine Piste rein.


Am Anfang geht es noch ganz gut, bis wir zweimal rechts und einmal links abgebogen sind. Um uns rum 2 m hohes Gebüsch, die Piste aus Lehm mit tiefen, zu Beton festgebackenen Spuren. Leider nicht unsere Spur.  Mehr schlecht als recht fahren wir weiter, umdrehen ist nicht. Ein Rad oben, eines unten in der Spur. Trotzdem fangen wir uns üble Kratzer ein, weil die Büsche ab und zu dicht stehen. Und das Allerdoofste: Irgendwann wissen wir nicht mehr, wo wir sind. Endlich sehen wir einen Windsack und sofort fängt die deutsche Denke an: Windsack, Flugplatz, Weg, Gebäude, Menschen….Wir sind gerettet.

Weit gefehlt…wir finden zwar das Airfield, aber mit folgender Besatzung:

Der Elefant gehörte zu den eher stattlichen Exemplaren und kam direkt auf uns zu. Hier hatten wir wenigstens die Möglichkeit, auszuweichen. Er ist dann aber ins Gebüsch verschwunden. Das hat es auch nicht einfacher gemacht, weil wir ja irgendwie zurück mussten. Das ging nur über die Piste, über die wir hergekommen waren. Und da könnte ja der Elefant jederzeit wieder aus dem Gebüsch herauskommen ??? Natürlich mit der Konsequenz, dass wir dann nicht ausweichen können, weil kein Platz. Ganz schön blöde Situation. 

Nichtsdestotrotz haben wir uns überlegt, wie wir denn jetzt wieder zum South Gate kommen könnten. Un da  sei der Handy App „Navigator“ mal wieder ein Riesendank ausgesprochen. Zwar kannte es unsere Piste nicht, aber die Hauptpisten im Park. Also sind wir in diese Richtung gefahren und irgendwann waren wir ohne Elefantenbegegnung auch wieder „draußen“. Uff. Hinterher wurde uns klar, wie das Ganze funktioniert. Die Lodge Safari Autos holen die Fly In Touris ab, haben eine anders Spur und hohe Reifen und zerstören den Weg. Und einen Tower gibt es hier natürlich nicht. 

Rhinos

Eines unserer „Rhino“ Jahre. Mal wieder in Halali. Wir sind mittags angekommen. Hubert fängt an, Feuer zu machen, ich gehe mit meiner kleinen Kamera und dem Handy zum Wasserloch. Es hat eine tolle Stimmung, Sonnenuntergang hinter dem Wasserloch und zwei Rhinos da, die sich gegenseitig ständig Schaukämpfe liefern. Es ist trocken, sie stürmen ständig aufeinander los, es staubt, man sieht Rhinohorn an Rhinohorn. Soo eine tolle Stimmung, das gibt es nur einmal. Warum habe ich nicht die gscheite Kamera mitgenommen? Das ist so ein Schauspiel, ich schicke Hubert ne sms, dass er Grillfeuer Grillfeuer sein lassen soll und mit Kamera doch bitte zum Wasserloch kommen möge. Macht er auch und wir machen ein Bild, wie es wahrscheinlich nicht nochmal eines gibt…

Etosha 2015, Namutoni


Nach dem Abendessen schauen wir mal, ob hier am Wasserloch endlich mal was los ist. Oh Wunder, es ist. Zwei Nashörner kabbeln sich mal wieder, ein drittes steht im Hintergrund. Irgendwann kommt dann ein Elefant und sofort ist klar, wer das Sagen hat. Der Elefant will trinken und die Nashörner, die auf einmal auch recht klein aussehen, verziehen sich in den Hintergrund. 

die Großen & Dicken 16