die Pans der Kalahari 1

Salzpfannen in der Savanne

Die Kalahari ist flaches Land. Und im Gegensatz zu den Wüsten regnet es in der Kalahari regelmäßig aber eher selten. Nämlich in der Regenzeit. Und Regen in Afrika heißt meist: viel Regen. Wenn viel Regen fällt, kann die trockene Landschaft der Kalahari den Regen nur zu wenigen Teilen aufnehmen. Der größte Teil fließt oberirdisch ab. Entweder in den Rivieren, also den Trockenflusstälern oder aber das Wasser fließt in Vertiefungen der weiten Ebenen.

Dabei nimmt das Wasser Mineralien aus dem Boden auf, und schwemmt diese in diese Vertiefungen, es bildet sich eine Pan. Das Wasser verdunstet in der Folge und zurück bleibt trockene Schlamm- und Salzschicht, angereichert mit zahlreichen Mineralien. Wenn dann das Grün sprießt, hat das Gras rund um die Pan einen außerordentlich hohen Mineralgehalt und zieht die Weidetiere der Kalahari magisch an: es herrscht nämlich Mangel an Salz und Mineralien in der Savanne. In den Pans lässt sich dieser Mangel lösen. Und wo die Herden der Weidetiere sind, da kommen logisch auch deren Jäger hinterher. Es bildet sich die Lebensgemeinschaft der Tiere in der Kalahari rund um die Pans.